MASKENPFLICHT – bist DU noch echt?

Die aktuelle Situation hat nicht nur unser Land, sondern den gesamten Planeten Erde auf den Kopf gestellt. Es gibt keine Medien mehr, die nicht beinahe ausschließlich über die Pandemie und die daraus resultierenden Maßnahmen berichten. Allerdings ist die Maskenpflicht nicht für alle eine Belastung. Viele können sich endlich ganz offiziell hinter etwas verstecken. Früher haben wir so manches „hinter vorgehaltener Hand“ gesagt. Heute brauchen wir die auch nicht mehr. Jetzt „darf“ man sich nicht mehr zeigen, aber „getraut“ sich womöglich viel mehr zu sagen – so eine Maskerade.

Das Gestern ist nicht mehr das Heute

Harter, weicher Lockdown. Schließung von Gastronomie und anderen Branchen, Reisebeschränkungen, Arbeitsplatzverlust, FFP2, Impfung, … die Liste der Wörter und Unwörter des Jahres 2020/21 ließe sich ins Unendliche ausdehnen.

Doch was passiert gerade genau mit uns und dem was uns vermittelt wird?

Seit Beginn der Pandemie habe ich persönlich kein Radio mehr gehört und auch meinen Fernseher unter „Quarantäne“ gesetzt. Ich habe beschlossen, mich dieser „Maschinerie“ nicht mehr auszusetzen, als in meiner Wahrnehmung erforderlich ist. Doch durch die Tatsache, am Nachrichtengeschehen des letzten Jahres nicht teilgehabt zu haben, fühle ich mich weder dümmer noch gebildeter als der Rest der Welt. Definitiv bin ich folglich nicht eingestiegen, in das Feld der Ängste, der Ohnmacht, dem hörig-sein-müssen, dem Gefühl „du bist nicht gut für mich“ oder „jemand gefährdest mein Leben“, etc.

Ich möchte vorweg betonen, dass ich mich seit Beginn der Pandemie durchaus an die vorgegebenen Maßnahmen halte, aber dem Ganzen nicht mehr Energie und Aufmerksamkeit schenke als nötig. Selbst das empfinde ich als dringend erforderliche Selbstschutzmaßnahme. Doch ich bin alleine über die Folgen der Maskenpflicht in den unterschiedlichsten Situationen immer wieder auf’s Neue betroffen.

Zum Beispiel war ich seit dem ersten Lockdown bei mehreren Beerdigungen, und war nicht nur über die Tatsache schockiert dass ich aufgrund der Maskenpflicht kaum jemanden erkannt habe, als vielmehr über die Unmöglichkeit, den Angehörigen mein tiefes Mitgefühl auf meine ganz persönliche Art und Weise auszudrücken. Wir begegnen einander mittlerweile in den unterschiedlichsten Situationen ohne Ausdruck, ohne Mimik, ohne Persönlichkeit, beinahe so, als hätten wir unsere Seele zu Hause am Garderobenschrank vergessen.

Wertelandschaft – geben wir sie auf?

Ja, die Pandemie ist da! Doch müssen wir uns deswegen auch von unseren tiefsten Werten verabschieden und uns nur mehr den täglich neuen Maßnahmen hingeben? Oder sind wir jetzt sogar froh uns hinter der Maske verstecken zu können um endlich ganz offiziell nicht mehr wir selber sein zu müssen. Stärkt uns diese Tatsache womöglich? Dann stellt sich für mich allerdings die Frage: „Wann ist endlich Demaskierung? Wann fallen endlich wieder die Masken, damit wir wieder eigenverantwortlich selbst Entscheidungen für unser alltägliches Leben treffen können?“

Also hab ich die provokante Frage in der Headline gestellt: Bist du noch echt? Damit meine ich deine Anschauungen, deine Werte, dein dich zeigen oder verstecken, deine Persönlichkeit, …

…. daraus resultierend stellt sich eine weitere Frage: wenn ich diese Werte verrate/verkaufe, was ist der Preis dafür? Überdenke mal deine ganz persönliche Wertelandschaft und stelle dir, unabhängig von dieser herausfordernden Zeit, folgende Frage: Welchen Preis bezahlst du für jeden einzelnen deiner Werte? Ja, du hast richtig gehört – ALLES hat seinen Preis! Wenn du immer auf das Wohlwollen der anderen bedacht bist zahlst du den Preis, dass du nicht gut für DICH sorgst. Wenn ich eine gute Beziehung führen will opfere ich Zeit, Toleranz, Kompromissbereitschaft. Wenn mir ein täglich gemeinsames Abendessen wichtig ist opfere ich Zeit und Kreativität für Einkauf und Vorbereitung und womöglich Ablehnung meiner pubertierenden Kinder. Wenn ich in der Firma Karriere anstrebe und mich voll in meine Aufgabe reinsteigere, opfere ich vielleicht meine Ehe, Familie, Gesundheit, … – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Wie du siehst, ein Wertesystem ohne Preis gibt es nicht! Doch es gibt dabei noch weitere wichtige Überlegungen: Ist dieser Preis lebensfreundlich oder lebensfeindlich? Für wen mache ich das alles? Mache ich das für mich, oder möchte ich damit jemand anderem etwas beweisen. Bin ich bei dem was ich mache authentisch, oder verbiege ich mich um den Anforderungen im Außen um jeden Preis gerecht zu werden.

Sei der Mensch der du sein willst

Quelle: Der tägliche Stoiker, Epiktet)

„Zuerst sage dir, was für ein Mensch du sein willst, dann tue, was du dafür tun musst. Denn in fast jedem Bestreben verhält es sich so. Diejenigen, die nach etwas Sportlichem streben, wählen zuerst die Sportart. Dann geht es an die Arbeit.“

Eine Bogenschützin wird höchstwahrscheinlich das Ziel nicht treffen, auf das sie auch nicht angelegt hat. Dasselbe gilt für dich, was immer dein Ziel sein mag. Sicher wirst du dein Ziel verfehlen, wenn du erst gar nicht den Bogen spannst und schießt. Unsere Wahrnehmungen und Prinzipien führen uns dahin, was wir uns wünschen, aber unser Handeln bestimmt schließlich, ob wir das erreichen oder nicht.

Du solltest also wirklich Zeit darauf verwenden – konsequent -, um dir klar zu machen, was wichtig für dich ist und was deine Prioritäten sind. Daran arbeite dann und gib alles andere auf. Wünschen und hoffen allein reicht nicht. Man muss handeln – und zwar richtig.

Macht bagatellisieren etwas leichter?

In meiner Praxis stelle ich fest, dass da vieles „schöngeredet“ wird. Es ist ja nicht so schlimm, das geht ja wieder vorbei, bis zur Pension sind ja nur mehr 10 Jahre usw. Und dabei nehme ich mich persönlich nicht aus. Ich habe mir sehr viel in meinem Leben unbewusst schön­geredet. Und erst als ich beschlossen habe mir selbst treu zu werden, mich „auszubiegen“, erst dann wurde mir klar welches Potential seit jeher in mir geschlummert hat. Geschlummert im wahrsten Sinn des Wortes – ich durfte dieses Potential buchstäblich wachküssen und mich selbst neu kennenlernen.

Doch wie soll das gelingen, wenn wir uns zusehends noch mehr der „Manipulation und Enteignung“ hingeben. Unsere Eigenmacht immer noch mehr den „Riesen“ überlassen und ohnmächtig funktionieren. Wer hat noch den Mut und die Courage aufzubegehren, für sich und die eigenen Bedürfnisse einzustehen? Kaum jemand, weil wir die Kraft nicht mehr haben uns gegen die große Walze an Widerständen zu wehren, ja nicht einmal um auszuweichen. Der Großteil gibt (sich) auf.

Ich folge, solange es mir gelingt, meinen eigenen Zeitgeistwerten. Die machen (mir) Mut auf dem richtigen Weg zu sein – unabhängig vom „Mainstream“. Achte auf dein persönliches Mindset, und versteck dich nicht länger hinter der Maske(rade) – steh zu dir, deinen ganz persönlichen Werten und bleib dir treu – das nennt sich Eigenverantwortung!

Geh in dich und überprüfe: bist DU (noch) echt?

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NURfürMICH (auf Anfrage)

Für all jene, die sich bei diesem Thema angesprochen fühlen, könnte diese kraftvolle Essenz aus der Serie „bewusstSEIN erLEBEN“ eine großartige Unterstützung darstellen.